Minimum Viable Product (MVP) – Umfassender Guide mit Best Practice

Ein neues Produkt zu entwickeln, ist für Unternehmen eine komplexe Aufgabe. Dabei kämpfen vor allem Startups damit, in möglichst kurzer Zeit und mit geringem Aufwand ein überzeugendes Produkt auf den Markt zu bringen. Dafür hat sich – nicht nur für Startups – die Methode MVP, ausgeschrieben „Minimum Viable Product“, etabliert.

Wir erklären Ihnen die MVP-Bedeutung für die Produktentwicklung und zeigen, vor welchen Herausforderungen Unternehmen dabei stehen. In diesem Kontext geben wir Ihnen auch ein MVP Best Practice an die Hand, das die Entwicklung eines Minimum Viable Products Schritt für Schritt zeigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein MVP eignet sich zum Beispiel, um eine Idee zu validieren oder einen schnellen Markteintritt zu realisieren.
  • Wichtige Anforderungen an MVPs sind unter anderem die Nutzerzentrierung, Minimalität und Skalierbarkeit.
  • Mögliche Herausforderungen von Minimum Viable Products sind die Beschränkung auf wenige wichtige Funktionen, eine klare Strategie sowie ausreichendes Nutzerfeedback.
  • Bekannte MVP-Beispiele aus der Praxis sind Facebook, Airbnb und Dropbox.

Was bedeutet MVP?

Ein Minimum Viable Product (MVP) ist eine Strategie in der Produktentwicklung, die darauf abzielt, ein Produkt mit minimalen, aber essentiellen Funktionen zu erstellen, um es schnell auf den Markt zu bringen und Feedback von Benutzern zu sammeln. Der Fokus liegt darauf, die grundlegenden Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfüllen, ohne komplexe Funktionen oder Verfeinerungen hinzuzufügen.

Die Idee des Most Valuable Product stammt aus der Startup-Welt aus dem Jahr 2001. Während der Begriff von Frank Robinson geprägt wurde, haben Steve Blank und Eric Ries MVP als wesentliches Element der Lean Startup Methode verwendet und so bekannt gemacht.

Der Entwicklungsprozess eines MVPs konzentriert sich darauf, die Zeit bis zur Markteinführung zu verkürzen und gleichzeitig die Ressourcen effizient zu nutzen.

Entwickler identifizieren die Schlüsselfunktionen, die das Produkt einzigartig machen oder die Kernprobleme der Benutzer lösen, und implementieren diese Funktionen in einem einfachen Prototyp.

Die Idee hinter einem MVP besteht darin, das Produkt so früh wie möglich in die Hände der Benutzer zu bekommen, um deren Reaktionen und Meinungen zu verstehen. Dieses Feedback ist entscheidend, um das Produkt iterativ zu verbessern und weiterzuentwickeln. Durch den iterativen Prozess sind Unternehmen in der Lage, auf veränderte Anforderungen und Kundenwünsche zu reagieren. Und: Sie setzen ihre Ressourcen sparsam ein. Statt Monate oder Jahre damit zu verbringen, ein vollständig ausgereiftes Produkt zu entwickeln, erstellen sie nur das Nötigste, um den Markteintritt zu ermöglichen.

6 Fälle, in denen ein MVP die richtige Wahl ist

Die Frage, vor der Unternehmen bei der Entwicklung eines Produkts stehen, ist: Wann macht es Sinn, ein Minimum Viable Product und wann ein komplett fertiges Produkt zu entwickeln? In der Regel lohnt sich ein MVP in den folgenden Fällen:

Schneller Markteintritt 

Ein MVP ermöglicht es, ein Produkt schnell auf den Markt zu bringen. Verlangt also beispielsweise der Markt nach einer bisher nicht und nur bedingt verfügbaren Lösung, können Unternehmen die Nachfrage mit einem MVP erfüllen – und Kunden so frühzeitig binden.

Feedback sammeln

Das MVP dient als Werkzeug, um Feedback von echten Benutzern zu sammeln. Durch diese Rückmeldungen verstehen Entwickler und Unternehmen frühzeitig, wie ihr Produkt tatsächlich genutzt wird und welche Verbesserungen vorgenommen werden sollten.

Validierung von Ideen

Ein MVP ermöglicht es, grundlegende Annahmen und Ideen zu validieren. Es hilft zu prüfen, ob die angenommenen Bedürfnisse der Benutzer tatsächlich existieren und ob das Produkt einen echten Mehrwert bietet.

Risikominimierung

Indem sich Unternehmen auf das Wesentliche konzentrieren und in einer frühen Phase der Entwicklung mit Benutzern interagieren, minimieren sie wirtschaftliche Risiken. Denn: Sie vermeiden teure Fehlentwicklungen, indem sie potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und beheben.

Kostenoptimierung

Ein MVP ermöglicht es, Ressourcen effizienter zu nutzen, da Unternehmen nur die notwendigen Funktionen entwickeln. Dies trägt dazu bei, die Entwicklungskosten niedrig zu halten.

Investoren ansprechen

Ein funktionierendes MVP kann dazu dienen, potenzielle Investoren zu überzeugen. Es zeigt, dass das Team nicht nur eine Idee hat, sondern bereits Schritte unternommen hat, um diese Idee in die Realität umzusetzen.

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MVP – 7 wichtige Anforderungen

Ein MVP enthält alle grundlegenden Features. Wann aber wissen Unternehmen, dass sie diese integriert und damit ein Minimum Viable Product erstellt haben? Welche weiteren Anforderungen sollte ein MVP mitbringen?

Minimalität

Ein MVP enthält nur die Funktionen, die notwendig sind, um das Produkt funktionsfähig zu machen. Alle zusätzlichen Funktionen, die nicht unbedingt benötigt werden, sollten Unternehmen vorerst nicht umsetzen.

Nutzerzentrierung

Die Funktionen des MVPs sind darauf ausgerichtet, die grundlegenden Bedürfnisse der Benutzer zu erfüllen. Das Produkt bietet aber bereits einen klaren Wert für die Zielgruppe.

Feedback-Möglichkeiten

Das Viable Product beinhaltet Mechanismen zur Sammlung von Feedback von Benutzern. Diese Rückmeldungen sind entscheidend, um das Produkt zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Skalierbarkeit

Das MVP ist so konzipiert, dass es bei Bedarf problemlos skalierbar ist. Wenn das Interesse und die Akzeptanz steigen, sollte das Produkt in der Lage sein, den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Stabilität 

Obwohl ein MVP minimal ist, funktioniert es dennoch stabil und zuverlässig. Benutzer sollten eine positive Erfahrung haben, auch wenn nur grundlegende Funktionen verfügbar sind.

Messbare Ziele

Unternehmen integrieren klare, messbare Ziele in ihr Minimum Viable Product, um ihren Erfolg zu bewerten. Das sind zum Beispiel Kennzahlen wie Benutzerzahlen, Engagement oder Conversion Rate.

Flexibilität für Iterationen

Ein MVP ist so gestaltet, dass Unternehmen es leicht iterieren können. Basierend auf dem Feedback und den gesammelten Erfahrungen nehmen sie dann Anpassungen vor, um das Produkt kontinuierlich zu verbessern.

MVP vs. Prototyp

Ein MVP und ein Prototyp sind beides Instrumente in der Produktentwicklung, die jedoch unterschiedliche Zwecke und Merkmale haben. Sie unterscheiden sich dabei vor allem in diesen 5 Punkten:

1. Zweck

Das Hauptziel eines MVPs besteht darin, ein funktionsfähiges Produkt mit minimalen, aber ausreichenden Funktionen zu schaffen, um es auf den Markt zu bringen und echtes Feedback von Benutzern zu sammeln. Es sollte die grundlegenden Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen.

Ein Prototyp dagegen dient dazu, Designkonzepte und -ideen zu visualisieren.

Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Benutzeroberflächen, Interaktionen und Funktionalitäten, ohne notwendigerweise eine voll funktionsfähige Anwendung zu sein.

2. Funktionalität

Ein MVP ist eine voll funktionsfähige Version eines Produkts, die jedoch auf die wesentlichen Features reduziert ist. Es soll einen echten Nutzen für die Benutzer bieten. Ein Prototyp kann verschiedene Stufen der Funktionalität aufweisen. Das kann von einfachen Drahtmodellen bis hin zu interaktiven Prototypen reichen, die jedoch nicht unbedingt über alle Funktionen eines endgültigen, vollwertigen Produkts verfügen.

3. Zeitpunkt der Entwicklung

Unternehmen entwickeln ein MVP, um es frühzeitig auf den Markt zu bringen und Benutzerfeedback zu sammeln. Es ist eine Version des Produkts, die für den Einsatz bereit ist. Einen Prototyp dagegen können Unternehmen in verschiedenen Phasen der Produktentwicklung erstellen – von der Konzeptualisierung bis hin zur Validierung von Designentscheidungen.

4. Feedback

Das Hauptziel eines MVPs ist es, reales Feedback von Benutzern zu sammeln, um das Produkt iterativ zu verbessern und besser an die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Feedback zu einem Prototyp konzentriert sich oft auf das Design, die Benutzererfahrung und die visuelle Darstellung. Es hilft, frühzeitig Designfehler zu erkennen.

5. Entwicklungsphasen

Ein MVP durchläuft typischerweise mehrere Entwicklungsphasen – von der Ideenvalidierung über die Markteinführung bis zu kontinuierlichen MVP-Tests und Verbesserungen. Ein Prototyp hingegen kann in verschiedenen Phasen der Produktentwicklung erstellt werden, wobei der Schwerpunkt auf der Visualisierung und Validierung von Designideen liegt.

mvp herausforderungen

MVP – 10 häufige Herausforderungen

Auf den ersten Blick erscheint ein MVP insbesondere für Startups als die ideale Lösung. Bevor sich Unternehmen dafür entscheiden, sollten sie jedoch die folgenden Fallstricke und Herausforderungen bedenken, die ein Viable Product mitbringen kann:

1. Unklare Definition des „Minimum“

Es kann schwierig sein, den Umfang des „Minimums“ klar zu definieren. Ein unklar definiertes MVP führt zu Missverständnissen und birgt das Risiko, dass Unternehmen zu viele oder zu wenige Funktionen implementieren.

Beispiel: Ein Startup plant die Entwicklung eines MVPs für eine Software. Die Definition des „Minimums“ ist unklar, und das Team entscheidet sich dafür, zu viele Funktionen in das MVP aufzunehmen, was zu einem komplexen und wenig fokussierten Produkt führt. Das Feedback der Nutzer fällt daher so umfassend aus, dass das Startup nicht weiß, wo es ansetzen kann, um die Software in die richtige Richtung weiterzuentwickeln.

2. Fehlende klare Strategie

Ohne eine klare Strategie führt die Entwicklung eines MVPs im Business zu ziellosen Bemühungen. Es ist daher wichtig, die Ziele und den Zweck des MVPs genau zu verstehen, um die Entwicklung auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt ein MVP im Tech-Bereich für eine mobile App ohne klare strategische Ausrichtung. Das Team hat keine klaren Ziele darüber, welche Benutzerprobleme das Produkt lösen soll oder wie es sich von bestehenden Lösungen unterscheidet. Das Feedback der Nutzer fällt daher wenig brauchbar aus, da User nicht so richtig wissen, welchen Zweck das Viable Product erfüllen soll.

3. Nicht ausreichendes Benutzerfeedback

Wenn es nicht gelingt, genügend und repräsentatives Benutzerfeedback zu sammeln, ist es möglich, dass die Produktentwicklung in die falsche Richtung läuft. Ein Mangel an Benutzerbeteiligung beeinträchtigt die Effektivität des MVPs.

Beispiel: Ein Unternehmen bringt ein Viable Product auf den Markt, aber aufgrund mangelnder Promotion und Interaktion mit den Benutzern erhält es nur begrenztes Feedback. Dies führt zu Unsicherheit darüber, ob das Produkt die Bedürfnisse der Zielgruppe wirklich erfüllt. Zudem ist unklar, wo das Unternehmen ansetzen sollte, um die bisherige Produktversion zu verbessern.

4. Technische Probleme

In dem Bestreben, schnell auf den Markt zu kommen, gehen Firmen oftmals technische Kompromisse ein, die später zu technischen Problemen am Produkt führen. Dies erschwert die weitere Entwicklung und macht diese teurer.

Beispiel: Um mit einem MVP für eine Software schnell auf den Markt zu kommen, übergeht ein Entwicklerteam einige bewährte Entwicklungspraktiken. Das führt zu technischen Schwierigkeiten, die es später mit viel Aufwand beheben muss.

5. Mangelnde Skalierbarkeit

Ein MVP ist möglicherweise nicht von Anfang an auf Skalierbarkeit ausgelegt. Wenn das Interesse und die Benutzerbasis wachsen, treten Skalierbarkeitsprobleme auf, die Unternehmen beheben müssen.

Beispiel: Ein Startup bringt ein MVP auf den Markt, das gut ankommt und schnell viele Nutzer gewinnt. Allerdings hat das Startup nicht mit diesem großen Interesse gerechnet, sodass das Viable Product nicht über die nötige Infrastruktur verfügt. Dies führt zu Performance-Problemen und Unterbrechungen.

6. Fehlende Integration in die Gesamtstrategie

Ein MVP sollte in die langfristige Produkt- und Unternehmensstrategie eingebettet sein. Fehlt diese Integration, könnte das MVP nicht den gewünschten Beitrag zur Gesamtvision des Unternehmens leisten.

Beispiel: Ein etabliertes Unternehmen, das sich auf die Produktion von Haushaltsgeräten spezialisiert hat, beschließt, ein MVP für eine neue Smartphone-App zu entwickeln – ohne klar zu definieren, wie diese App zur Gesamtstrategie des Unternehmens passt. Die App bietet Unterhaltungsinhalte, hat jedoch keine klare Verbindung zu den Hauptprodukten des Unternehmens. Diese mangelnde Integration führt zu Verwirrung bei den potenziellen Kunden und beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens in Bezug auf seine Kernkompetenzen.

7. Mangelnde Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen

Insbesondere bei datenbasierten Geschäftsmodellen in regulierten Branchen kann die MVP-Implementierung dazu führen, dass Unternehmen wichtige rechtliche Aspekte übersehen. Das kann zu kostspieligen rechtlichen Konsequenzen führen.

Beispiel: Ein Startup entwickelt ein MVP für eine Gesundheits-App, die Gesundheitsdaten von Benutzern sammelt. Das Entwicklungsteam hat jedoch die Datenschutz- und Compliance-Anforderungen im Gesundheitswesen nicht ausreichend berücksichtigt. Es bringt das Produkt auf den Markt, ohne die erforderlichen Genehmigungen und Sicherheitsprüfungen einzuholen. Das führt zu erheblichen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und zu Strafzahlungen.

8. Fehlende Beachtung von Sicherheitsaspekten

Die Betonung auf Schnelligkeit und Minimalismus führt oftmals dazu, dass Firmen Sicherheitsaspekte vernachlässigen. Dies ist besonders kritisch, wenn das Produkt persönliche oder sensible Informationen verarbeitet.

Beispiel: Ein Fin-Tech-Startup entwickelt ein MVP für eine mobile Zahlungsplattform. Um schnell auf den Markt zu kommen, vernachlässigt das Entwicklerteam jedoch grundlegende Sicherheitsüberlegungen, einschließlich der Implementierung von Verschlüsselungstechnologien und Sicherheitsprotokollen. Die Plattform erleidet in kurzer Zeit einen schwerwiegenden Sicherheitsverstoß, bei dem die persönlichen und finanziellen Daten der Benutzer kompromittiert werden. Dies führt zu einem erheblichen Vertrauensverlust seitens der Benutzer und rechtlichen Konsequenzen für das Unternehmen.

9. Schwierigkeiten bei der Benutzerakzeptanz

Wenn ein MVP nicht ausreichend nutzerfreundlich oder funktionsfähig ist, kann das die Akzeptanz der User beeinträchtigen. Ein schlechter erster Eindruck ist schwer wieder gutzumachen.

Beispiel: Ein Startup entwickelt eine MVP-Software zur Gesundheitsüberwachung. Das Viable Product bietet zwar grundlegende Funktionen, aber das Design ist unübersichtlich und die Benutzeroberfläche schwer verständlich. Das macht die Benutzererfahrung insgesamt schlecht. User finden es schwierig, sich durch die Anwendung zu navigieren. Einige Funktionen sind unklar oder fehleranfällig. Die Folge: Anwender lehnen das Produkt ab und bevorzugen bestehende Lösungen.

10. Fehlende Ressourcen für die Iteration

Die Entwicklung eines MVPs ist nur der Anfang. Es ist wichtig, genügend Ressourcen für die anschließenden MVP-Tests und Iterationen bereitzustellen. Andernfalls haben Unternehmen Schwierigkeiten, auf das gesammelte Feedback angemessen zu reagieren.

Beispiel: Ein Unternehmen bringt eine MVP-Software für eine mobile Fitness-App auf den Markt. Das Viable Product hat zwar anfänglich Erfolg, aber aufgrund begrenzter finanzieller Mittel und Personalkapazitäten ist das Unternehmen nicht in der Lage, schnell genug auf das eingehende Benutzerfeedback zu reagieren. Neue Funktionen, die Benutzer nachfragen, kann es nicht rechtzeitig implementieren. Das Ergebnis: Wettbewerber mit mehr Ressourcen gewinnen Marktanteile – das Unternehmen verliert den Anschluss.

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MVP Best Practice – So geht’s in 6 Schritten

Sind Sie mit Ihrem Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass ein MVP die richtige Lösung ist, geht es jetzt in die Praxis. Für die erfolgreiche Entwicklung und Implementierung eines MVP können Sie sich an dieses Best Practice halten:

1. Klare Produktvision erstellen

Beginnen Sie mit einer Definition der Produktvision. Formulieren Sie klare, messbare Ziele, wie beispielsweise die Anzahl der Benutzer, Konversionsraten oder Umsatzziele. Ein Beispiel könnte sein: „Unsere MVP-Vision ist es, eine intuitive Projektmanagement-Plattform zu schaffen, die Teams dabei unterstützt, effizienter zusammenzuarbeiten. Unser Ziel ist es, in den ersten drei Monaten nach dem Start 10.000 registrierte Benutzer zu gewinnen.“

2. Kernfunktionen identifizieren

Identifizieren Sie die Kernfunktionen, die für das Verständnis und den Nutzen des Minimum Viable Products unerlässlich sind. Wenn es sich um eine E-Commerce-Plattform handelt, könnte die Kernfunktion das nahtlose Durchführen von Transaktionen und das Anzeigen von Produktinformationen sein.

3. Benutzerzentrierten Ansatz verwenden

Verstehen Sie Ihre Zielgruppe durch intensive Recherchen, Interviews und Umfragen und halten Sie die Ergebnisse fest. Beispiel: „Wir haben mit potenziellen Benutzern gesprochen und festgestellt, dass die Benutzerfreundlichkeit für unsere Projektmanagement-Software am wichtigsten ist. Deshalb legen wir den Fokus darauf, eine intuitive Benutzeroberfläche zu entwickeln.“

4. Skalierbare Infrastruktur schaffen

Stellen Sie sicher, dass die technische Infrastruktur auf Wachstum vorbereitet ist. So sollte sie einen schnellen Anstieg von Benutzern und Transaktionen bewältigen können, ohne dass die Performance beeinträchtigt wird.

5. Schnelle Markteinführung sicherstellen

Verfolgen Sie einen agilen Entwicklungsansatz, um Ihr MVP schnell auf den Markt zu bringen. Dazu kann das Entwicklungsteam beispielsweise einen zweiwöchigen agilen Sprintzyklus verfolgen und den ersten Release für innerhalb von sechs Monaten anstreben.

6. Iteration planen

Planen Sie regelmäßige MVP-Tests und Iterationen. So können sie zum Beispiel monatliche Iterationen festlegen, um neue Funktionen basierend auf dem Benutzerfeedback hinzuzufügen und bestehende Funktionen zu optimieren.

MVP-Beispiele aus der Praxis

Es gibt zahlreiche bekannte Produkte, die ihren Ursprung in einem Minimum Viable Product haben. Hier sind einige bekannte MVP-Beispiele:

Facebook

Das ursprüngliche Facebook von Mark Zuckerberg begann als MVP, das auf dem Harvard-Campus eingeführt wurde. Es bot zunächst nur grundlegende Funktionen wie das Anzeigen von Profilen und das Senden von Nachrichten. Das Feedback und die Iterationen trugen dazu bei, Facebook zu dem umfassenden sozialen Netzwerk zu entwickeln, das es heute ist.

Dropbox

Dropbox startete als einfache Cloud-Speicherlösung mit minimalen Funktionen. Die Grundidee war es, Benutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Dateien einfach zu speichern und von überall darauf zuzugreifen. Durch das schrittweise Hinzufügen von Funktionen basierend auf Benutzerfeedback entwickelte sich Dropbox zu einer der führenden Cloud-Speicherplattformen.

Airbnb

Airbnb startete mit einer einfachen Idee, Luftmatratzen in der eigenen Wohnung zu vermieten. Die Gründer erstellten eine einfache Website, um die Idee zu testen. Nachdem sie positives Feedback erhielten, erweiterten sie die Plattform schrittweise und integrierten weitere Funktionen, um sie zu dem heutigen globalen Marktplatz für Unterkünfte zu machen.

Instagram

Instagram begann als einfache Foto-Sharing-App für das iPhone. Die Gründer konzentrierten sich auf grundlegende Funktionen wie das Teilen von quadratischen Fotos und das Anwenden von Filtern. Nachdem sie eine starke Benutzerbasis aufgebaut hatten, fügten sie schrittweise weitere Funktionen hinzu.

MVP als schneller, risikoarmer Markteintritt

Mehr als 20 Jahre nach Einführung des MVP-Ansatzes spielt dieser auch heute noch eine wichtige Rolle in der Produktentwicklung. Dabei nimmt künstliche Intelligenz in MVP-Tests und der Auswertung dieser eine immer wichtigere Rolle ein. Denn:

Mit KI sind Unternehmen in der Lage, effizient wichtige Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen und so fundierte Entscheidungen für die weitere Produktentwicklung zu treffen.

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