Warum CaaS? Entdecken Sie die Vorteile für Ihre IT-Architektur

Um Anwendungen schnell, flexibel und skalierbar bereitzustellen, verlagern immer mehr Unternehmen einen Teil ihrer IT in eine Container-Infrastruktur. Dazu buchen sie Container as a Service – kurz CaaS – bei einem Provider. Wir zeigen Ihnen, wie CaaS funktioniert, wie Sie davon profitieren und welche Anbieter es am Markt gibt. Und: Wir erklären Ihnen, wann eine selbst gemanagte CaaS-Lösung die bessere Wahl ist.

Sie suchen Alternativen zu CaaS-Lösungen? Dann empfehlen wir Ihnen unsere Beiträge zu On-Premise und Cloud-Hosting.

Das Wichtigste in Kürze

  • CaaS eignet sich unter anderem für die schnelle Bereitstellung von Microservices und Machine-Learning-Anwendungen mit Skalierbedarf.
  • CaaS bringt Unternehmen unter anderem Skalierbarkeit, Flexibilität und Portabilität ihrer Anwendungen. 
  • Selbst gemanagte Container sind die richtige Lösung, wenn Unternehmen besondere Compliance- oder Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen.
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Was ist CaaS? 

Container as a Service (CaaS) ist ein Cloud-Service-Modell, mit dem Unternehmen Container nutzen, ohne sich um das Management der zugrunde liegenden Hardware oder Netzwerkinfrastruktur kümmern zu müssen. Stattdessen übernimmt das ein Dienstleister. Dies bringt Unternehmen zahlreiche Vorteile. So sind containerisierte Anwendungen flexibel und einfach skalierbar. Außerdem sparen Firmen durch die Auslagerung von Container-Management-Aufgaben an den CaaS-Provider Ressourcen und Zeit. 

Wie funktioniert CaaS?

Ein CaaS-Anbieter hostet die Infrastruktur für die zur Verfügung gestellten Container-Dienste. Um diese zu nutzen, greifen Unternehmen über Container-basierte Virtualisierung, Web-Schnittstellen oder API-Aufrufe darauf zu. Basis jeder CaaS-Plattform ist der Orchestrator. Dieser übernimmt die gesamte Verwaltung und Abstimmung der Container-Anwendungen. Dazu koordiniert er zum Beispiel Aufgaben wie das Starten, Stoppen, Skalieren und die Lastverteilung von Containern, um eine effiziente und nahtlose Ausführung von Anwendungen zu gewährleisten. 

CaaS vs. PaaS vs. IaaS

Im Vergleich zu Container Services bietet Infrastructure as a Service (IaaS) grundlegende virtuelle Maschinen und Rechenressourcen, während Platform as a Service (PaaS) eine komplette Entwicklungsumgebung bereitstellt, inklusive Datenbanken und Middleware, jedoch ohne direktes Servermanagement.

CaaS liegt zwischen IaaS und PaaS, indem es die Flexibilität von Containern nutzt, aber im Gegensatz zu PaaS auch Kontrolle über das Betriebssystem und die zugrundeliegende Infrastruktur ermöglicht. Entwickler können somit Container nutzen, ohne sich um die gesamte Infrastruktur kümmern zu müssen. Sie sind so in der Lage, sich auf Anwendungsaspekte zu konzentrieren.  

caas beispiele

CaaS-Beispiele aus der Praxis

CaaS spielt eine zentrale Rolle in modernen Cloud-Infrastrukturen und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die folgenden 4 CaaS-Beispiele sind klassische Anwendungsgebiete:

Bereitstellung von Microservices

Container as  a Service ist besonders geeignet für die Bereitstellung von Microservices-Architekturen. Microservices sind unabhängige, leichtgewichtige Dienste, die eine Anwendung in kleine, eigenständige Komponenten aufteilen. CaaS ermöglicht die Containerisierung dieser Microservices. Für die Praxis bedeutet das: Unternehmen sind in der Lage, die Services einfach zu erstellen, bereitzustellen, zu verwalten und zu skalieren. Das verbessert die Agilität und Flexibilität von Anwendungen.

Migration von Anwendungen in die Cloud

Container as a Service bietet eine konsistente Umgebung für die Ausführung von Anwendungen, was die Migration dieser in die Cloud erleichtert. Es ermöglicht Unternehmen, bestehende Anwendungen zu containerisieren und auf namhaften CaaS-Plattformen wie Microsoft Azure Container Service, Google Container Engine oder Amazon ECS zu migrieren. Dies vereinfacht den Betrieb und die Skalierbarkeit von Programmen.

Machine-Learning-Anwendungen und Web-Services mit Skalierbedarf

Durch die Möglichkeit, Container schnell zu erstellen und zu skalieren, können Unternehmen Ressourcen effizient für zeitweise intensive Workloads bereitstellen. Dies ist besonders relevant für Machine-Learning-Anwendungen und AI Clouds, bei denen Unternehmen große Datenmengen verarbeiten, sowie für Web-Services, die kurzzeitig hohen Traffic erfahren.

Betrieb von Cloudnative Anwendungen

Cloud-Native-Anwendungen sind von Grund auf für den Einsatz in der Cloud entwickelt. CaaS-Plattformen bieten die ideale Umgebung für den Betrieb solcher Anwendungen, da sie die grundlegenden Prinzipien wie Skalierbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Flexibilität unterstützen. Zudem ermöglichen Container die Portabilität von Applikationen über verschiedene Cloud-Plattformen hinweg, was die Flexibilität bei der Auswahl des Cloud-Providers erhöht.

caas anbieter

Anbieter von CaaS

Viele gängige Anbieter von Cloud-Infrastrukturen bieten auch Container Services an. Bekannte Container as a Service Provider sind unter anderem diese:

Microsoft Azure Container Service (ACS)

Der Azure Container Service von Microsoft bietet eine flexible Plattform für einfache Bereitstellung, Verwaltung und Skalierung von Containeranwendungen. Er unterstützt verschiedene Orchestrierungstools wie Kubernetes, Docker Swarm und Mesosphere DC/OS. Durch die Integration mit anderen Azure-Diensten sind Entwickler in der Lage, nahtlos auf Funktionen wie Azure Active Directory und Azure Monitor zuzugreifen.

Google Container Engine (GCE)

Die Google Container Engine ist Googles Container Hosting Service und basiert auf dem weit verbreiteten Kubernetes-Orchestrierungssystem. GCE ermöglicht die einfache Verwaltung von Containeranwendungen auf der Google Cloud Plattform. Es bietet unter anderem automatische Skalierung, Load Balancing und die Integration mit anderen Google-Cloud-Diensten. 

Amazon Elastic Container Service (ECS)

Der Elastic Container Service ist ein von Amazon Web Services (AWS) bereitgestelltes Container Hosting Angebot. Es ermöglicht die einfache Bereitstellung und Verwaltung von Containern auf der AWS-Plattform. ECS unterstützt Docker-Container und integriert sich nahtlos in andere AWS-Dienste wie Amazon EC2 und Amazon VPC. 

Neben diesen großen Anbietern gibt es auch einige Nischen-Anbieter für Container as a Service. Dazu zählen unter anderem Rancher Labs und Giant Swarm, die sich auf die Bereitstellung und Verwaltung von Kubernetes-Clustern konzentrieren.

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Vorteile von CaaS

Nutzen Unternehmen Containers as a Service, agieren sie mit ihren Anwendungen flexibler und schneller. Wie sehen die Benefits dabei im Detail aus? 

Portabilität

CaaS ermöglicht die Portabilität von Anwendungen über verschiedene Plattformen hinweg. Zum Beispiel sind Unternehmen in der Lage, Container problemlos von einem Entwicklungsrechner in die Cloud oder von einer Cloud-Plattform in eine andere zu verschieben.

Skalierbarkeit

Container as a Service erlaubt eine effiziente und automatische Skalierung von Anwendungen. Durch die Möglichkeit, Container schnell zu erstellen und zu löschen, stellen Unternehmen Ressourcen bedarfsgerecht und in Echtzeit bereit. Auf diese Weise sind sie in der Lage, auf variable Workload-Anforderungen zu reagieren.

Ressourcenoptimierung

Container teilen sich den Betriebssystemkern und nutzen Ressourcen effizienter im Vergleich zu virtuellen Maschinen. Das führt zu einer optimierten Nutzung von Hardware-Ressourcen. Firmen benötigen so weniger physische Server, was die Anschaffungs-, Wartungs- und Betriebskosten für die Hardware senkt. 

Zeiteinsparung und Fehlerminimierung

CaaS-Plattformen bieten eingebaute Tools für die Automatisierung und Orchestrierung von Containern. Dies ermöglicht die einfache Konfiguration, Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen. Dabei sparen Organisationen Zeit und minimieren menschliche Fehler. 

Flexibilität und Agilität

Ein Container Hosting Service ermöglicht eine flexible Anwendungsarchitektur, da Container unabhängig voneinander skaliert und aktualisiert werden können. Dies fördert die Agilität, erleichtert die Integration beispielsweise in Datenbanken, Authentifizierungsdienste und Überwachungstools sowie vereinfacht die Umstellung auf neue Technologien.

Hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit

Die Verteilung von Anwendungen in Containern über mehrere Server oder Rechenzentren hinweg verbessert die Ausfallsicherheit und sorgt für eine hohe Verfügbarkeit. Bei einem Ausfall sind Unternehmen in der Lage, den Traffic nahtlos auf andere Container umzuleiten.

caas in der privaten cloud

CaaS in der privaten Cloud

Trotz der offensichtlichen Vorteile von CaaS in einer öffentlichen Cloud ist diese Form des Container Hosting nicht immer die richtige Wahl für Unternehmen. In einigen Fällen macht es Sinn, Container in einer eigenen Cloud oder On-Premise selbst zu managen.

Diese manchmal auch als Internal CaaS Deployment bezeichnete Variante erfordert eine hochkompetente IT-Einheit, die den Container-Service im eigenen Haus erbringt.

Diese Lösung ist unabhängig von der Cloud und wird von allen wichtigen Cloud-Anbietern unterstützt, was eine einfache Migration von Workloads zwischen Public und Private Clouds und/oder Rechenzentren ermöglicht. CaaS in der privaten Cloud bietet Unternehmen die folgenden Vorteile und Herausforderungen:

Vorteile einer selbst gemanagten CaaS-Lösung

Volle Kontrolle

Selbst gemanagte CaaS-Lösungen bieten die volle Kontrolle über Konfiguration, Sicherheit und Performance. Das heißt: Organisationen sind in der Lage, ihre Container-Plattform nach ihren spezifischen Anforderungen und Richtlinien zu gestalten, anzupassen und zu erweitern. Das ermöglicht auch die Integration von spezifischen Tools, Sicherheitsmechanismen und zusätzlichen Diensten.

Sicherheitskontrolle

Die Möglichkeit, Sicherheitsaspekte selbst zu managen, erlaubt es Unternehmen, ihre spezifischen Sicherheitsrichtlinien und -praktiken umzusetzen. Dies ist besonders wichtig in Branchen mit strengen Compliance-Anforderungen wie im Finanz- und Gesundheitswesen.

On-Premises-Betrieb

Firmen können selbst gemanagte CaaS-Lösungen auch lokal betreiben. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn sie Daten aus Compliance- oder Datenschutzgründen vor Ort halten müssen.

Herausforderungen einer selbst gemanagten CaaS-Lösung

Fachkenntnisse

Die Verwaltung einer eigenen CaaS-Plattform erfordert tiefgehende Fachkenntnisse in den Bereichen Container-Orchestrierung, Netzwerkkonfiguration, Sicherheit und Skalierung. Das kann sich je nach Kenntnisstand als komplexe Herausforderung erweisen.

Betriebsaufwand

Der Betrieb und die Wartung einer selbst gemanagten CaaS-Infrastruktur erfordern erheblichen Aufwand. Dies schließt Software-Updates, Sicherheitspatching und die Behebung von Problemen ein.

Kosten

Der Betrieb einer eigenen CaaS-Lösung kann teuer sein. Neben den Cloud- oder Hardwarekosten fallen – je nach bereits vorhandener Expertise – auch Ausgaben für Schulung, Support und regelmäßige Aktualisierungen an.

Was heißt das für die Praxis? 

CaaS in einer privaten Cloud ist vor allem dann die richtige Lösung, wenn Unternehmen spezifische Sicherheitsanforderungen erfüllen oder Compliance-Richtlinien einhalten müssen. Container in der eigenen Cloud bieten dann viel Flexibilität, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit und sind gleichzeitig besonders sicher aufgestellt.

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